Toshifumi Hirose

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Ausstellung im CIRCUS EINS - Aktuelle Kunst, Putbus

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Toshifumi Hiroses Thema ist der öffentliche Raum und die Situation des Menschen. Fotografien öffentlicher Plätze bilden die Grundlage für eine dreidimensionale Umsetzung in Skulpturen, die aus puzzleartig ineinander gefügten Einzelteilen bestehen. Die dekorative Oberfläche erinnert in ihrer stilisierten Flächigkeit an klassische japanische Farbholzschnitte ebenso, wie an moderne Manga-Comics. Während eine Tiefendimension dort durch Überlagerung von Flächen entsteht, schafft Hirose sie in den Skulpturen durch Verzerrungen und eine Ausdehnung in die Tiefe des Raums.

Sein Material ist Acrystal auf Styropor. Jedes Teil wird geschnitten und sorgsam mit der farblosen Spachtelmasse bearbeitet, bevor der Künstler sein Farbkonzept umsetzt und dafür stets eigene Farben mischt. Seine Skulpturen sind einzigartig und verknüpfen auf spannende Weise Bildhauerei mit Malerei und grafischen Techniken. Auch seine Papierschnitte beziehen sich auf klassische japanische Stilmittel, wie den Verzicht auf einen Bildmittelpunkt und die Gleichbehandlung der unterschiedlichen Bildelemente, sind allerdings poetische Kommentare zur Stellung des Menschen in einer Welt ohne viel Freiraum.

Tohsifumi Hiroses Arbeit zeichnet sich durch einen hohen ästhetischen Reiz und sorgfältige handwerkliche Ausführung aus. Die Schönheit der Oberfläche entführt den Blick in die dargestellte Welt, die allerdings eher durch Vereinzelung und Isolation geprägt ist.

Toshifumi Hirose wurde 1971 in Gifu/Japan geboren. Er hat an der Staatlichen Universität der Schönen Künste und Musik Tokio studiert. 1996 absolviert er an der Kunstakademie Düsseldorf ein Gaststudium bei A. R. Penck, 1997–1999 besuchte er die Kunsthochschule Kassel zu einem  Aufbaustudium). Sein Studium der Freien Kunst an der Kunsthochschule Kassel schloss er bei Dorothée von Windheim ab. Hirose lebt und arbeitet in Gifu [JP].

Preise & Stipendien 2001/2002 Stipendium Junge Kunst der Alten Hansestadt Lemgo, 2002 Aufenthaltsstipendium Mecklenburgisches Künstlerhaus Schloss Plüschow, 2003 Leo-Breuer-Förderpreis, Rheinisches Landesmuseum, Bonn, 2005 Aufenthaltsstipendium Schleswig-Holsteinisches Künstlerhaus Eckernförde 2010/2011 Stipendium des Ministeriums für kulturelle Angelegenheiten Japan/Tokio.

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