Gunilla Jähnichen

Geboren 1972 in Stade, 1993–94 Studium Freie Kunst an der FH Hannover, 1995–2001 Studium Freie Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg bei Stanley Brouwn und Werner Büttner, 1995 Erasmusstipendium in Reykjavik, Island, 1997 Arbeitsaufenthalt in New York, lebt und arbeitet in Berlin. 

 

 

MALEREI

 

 

 

 

 

 

 

ZEICHNUNG

 

 

Ausstellungen

 

Für ihre präzise kalkulierten Werke mischt Gunilla Jähnichen europäische Bildtraditionen mit Comic, Karikatur und Fantasy. Vermeintlich bekannte Bildwelten ziehen den Betrachter in einen Rezeptionsvorgang hinein, der geradewegs ins Unbewusste führt. Die vorgestellte Idylle scheint bedroht, formlose Objekte stören die Erzählfreude, doch das typisierte Personal reagiert mit Erstarrung auf das drohende Unheil. Es sind keine traurigen Kinder, die uns die Künstlerin präsentiert, sondern Projektionsflächen menschlicher Existenz. Hinter den pseudo-naiven Masken verbirgt sich ein Universum des Begehrens. Wir sehen eine ferne Kinderwelt – doch wenn der Blick der Figuren uns trifft, erkennen wir unser unvollkommenes erwachsenes Ich und den absurden Witz der dargestellten Situation.

English version
For her precisely calculated works Gunilla Jähnichen mixes European pictorial traditions with manga, comic and fantasy. Alleged familiar pictorial worlds draw the spectator into a process of reception that leads straight leading into the subconscious. The depicted idyll seems to be endangered, formless objects disturb the pleasure of narrating – but the typified characters react to the impending disaster with paralysis. The artist does not present gloomy children, but masks. They conceal a universe of human longing as well as the incapability to fulfil it.  We see a faraway children’s world, however, when the figures’ gaze meets us, we recognize our flawed adult ego and the absurd joke of the depicted situation.

 

www.gunillajaehnichen.de